Eine denkende Wolke über der Stadt ....

Transition-Initiativen suchen Auswege für ein Leben nach der billigen Energie,
in der Klimaveränderung und im Wissen um die drohenden Katastrophen, jetzt und miteinander:
die Anfänge in vielen Münchner Projekten wie foodsharing: http://transition-muenchen.wikispaces.com

München ist mit voller Kraft auf dem falschen Weg

Die Mietsteigerungen und der Boom der überschwänglich eitlen Stadt in immer größere Dimensionen wie mit Olympiabewerbung (mit der Finanzierung durch den Verband der Bayrischen Immobilienwirtschaft) treiben die Stadt im Kessel der fetten Umland-Gemeinden in eine Zwangslage aus Kosten- und Preissteigerungen und Raumnot, die demnächst das Leben der einfachen Menschen noch konfuser macht: Ständig unterwegs zwischen mehreren Jobs und Wohnungen außerhalb,

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Zukunftswerkstatt

gemeinsam über die bisherigen Grenzen hinaus denken

Transition Initiativen und Zukunftswerkstatt? 30.6. im ÖBZ #München

Seit einigen Jahren wächst die deutschsprachige Szene zur **Bewegung der Transition Town**s, und auch in München gab es einige Anläufe:
Eine kleine Gruppe bei einem Training in Bielefeld, Filmreihen mit Informationsgesprächen, erste Gedanken und Ideen zu den möglichen Münchner Partnern, einen regelmäßigen Stammtisch im EineWeltHaus. Zur Zukunftswerkstatt gab es erst noch die Hoffnung der Picknick-Decke, aber das ÖBZ nahm uns entsprechend seinem "offenen Gartentürl" und dem offenen Nachmittagscafe so gastlich auf, dass wir schon in der Utopie landeten.
Die Transition-Town-Bewegung, die ich im Open Space vorstellte, frisch in deutsch vorgestellt, für gut 12 Euronen inspirierend zu lesen
Die Transition-Town-Bewegung, die ich im Open Space vorstellte, frisch in deutsch vorgestellt, für gut 12 Euronen inspirierend zu lesen

Die Transition-Town-Bewegung, die ich im Open Space vorstellte, frisch in deutsch vorgestellt, für gut 12 Euronen inspirierend zu lesen
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Eine Zukunftswerkstatt hat auch die Aufgabe, eine Gruppe über die bisherigen Denkstrukturen hinaus in eine weitere Zeitphase, aber auch in eine weitere Verantwortung zu führen. Mein Interesse im Angebot war, die Methode vorzustellen und eine Basis für gemeinsame Träume "über der Stadt" zu schaffen, denn der preissteigernde Moloch wird sich noch nicht selbst zum zukunftsfähigen Platz für alle Bürger verwandeln.

Ich durfte dabei lernen, dass ein ganz wichtiger Unterschied im rechtlichen Denken der Kulturen liegt:

Im Britischen Recht gilt der aktuelle Entscheid des Richters als neues Common Right, in dem bei uns geltenden Römischen Recht gilt mehr die geschichtliche Herleitung (die bis zum göttlich inspirierten königlichen Besitz-Recht zurück geht, aber die republikanische Orientierung oft noch wenig aufgenommen hat.
Entsprechend werden in den britischen Kulturen, aus der die Tranition-Initiativen kommen, die Selbstorganisation und das Gemeinde-Engagement ernster genommen, anerkannt und gefördert, während bei uns in den Gemeinden und in der Verwaltung eher bisherige Besitzstände und Zuständigkeiten verteidigt werden.

Die gemeinsame Sicht der Dinge stärkt die Beteiligten, die Situation ihres eigenen Wirkens mit der Kraft der Zusammenarbeit zu vereinen:
Die Aufgabenfelder werden nicht mehr überfordernd, die KollegInnen als Unterstützung gesehen, wenn die gegenseitigen Zusagen nicht nur nette Worte, sondern konkrete Vereinbarungen werden.
Dort hin trägt uns die dritte Phase der STRATEGIE, wenn wir nach der ANALYSE, der Kritik der Umstände (eine immer noch sehr deutsche Fähigkeit) die gemeinsame UTOPIE der Gruppe mit ihrem Wirken in der größeren Gesellschaft definiert haben.

Analyse-Punkte: Bayrische Kultur des Miteinander geht verloren?

Fotos von Asya

Utopie-Elemente: Eine denkende Wolke über der Stadt, die unsere Träume aufnimmt und die Informationen zusammenführt?

Welche Räume sind für gemeinschaftlich gesinnte BürgerInnen zugänglich, und wie? Traditionen von Selbstorganisation und Nachbarschaften, die alten kirchlichen Gemeinden und die vorhandenen Zentren, Dorfplätze im Millionendorf,

Strategie-Termine und Weiterarbeit

Da alle Beteiligten aus bestehenden Gruppen & Initiativen kommen, bleibt die Weiterarbeit dort sicher der Schwerpunkt, während die nächsten weiteren Termine zur Koordination einladen:
So 6. Juli 11h Stammtisch im Gemeinschaftsgarten O'pflanzt is, Schwere-Reiter-Straße, Ecke Emma-Ihrer-Straße (Tram 12, 20, 21, Bus 53 - Haltestelle Leonrodplatz) Brunch-Treffen, wer was zum Naschen mitbringen will...
Sa 12. Juli 20h Vollmond Ulmentanz an der Reichenbachbrücke / Ecke Eduard-Schmid-Strasse

gelegentlich wieder eine Radio-Lora-Sendung
Eine Sammlung der Gedanken und Links findet sich im Wiki http://transition-muenchen.wikispaces.com

Eine Zukunftswerkstatt kann die Ziele der Münchner Initiativen im Umfeld zusammen bringen:
Die Ergebnisse des aktuellen Vernetzungstreffen reflektieren, die Hindernisse feststellen und gemeinschaftliche Ziele für das andere Leben in der reichen Stadt ausmalen: Danach die ersten nächsten Schritte vereinbaren: Ob das klappt?

Und wenn auch noch nicht: Für das Netzwerk Gemeinsinn, das seit vielen Jahren zu Methoden der Gemeinschaftsbildung arbeitet, auch zu Community Organizing und Corporate Community Development habe ich am 30.6.2014 ab 18h im Ökologischen Bildungszentrum den LEMOMO, den Letzten Montag im Monat dazu gestaltet und von den Anfängen bis zum aktuellen Buch einen Überblick gegeben:
EINFACH. JETZT. MACHEN! Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen, vom Gründer der Transition Bewegung Rob Hopkins, übersetzt von Gerd Wesseling & Co, erschienen im oekom-Verlag
Die Materialien der Transition Towns wurden in Bielefeld weitgehend übersetzt und stehen für Informationsveranstaltungen zur Verfügung,

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und ein abschließender Verweis auf die internationalen Bewegungen:
Paulo Freire und der Subcomandante Insurgente Marcos - von Miguel Escobar Guerrero
Originaltext http://desinformemonos.org/2014/03/paulo-freire-y-el-subcomandante-insurgente-marcosÜbersetzung Diego Steinhöfel http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com/Paulo+Freire+%26+Subcomandante+Marcos